Gottesdienste

Zu Ehren Mariens

Mit dem 1. Mai beginnt fr die katholische Kirche der Marienmonat, in dem auch in der Propsteikirche Andachten zu Ehren der Gottesmutter gefeiert werden. Jeden Mittwoch im Mai um 17.45 Uhr laden wir zum Mitfeiern und Mitbeten vor dem "Maialtar" in die Propsteikirche ein.

Das Zentrum des "Maialtares" bildet die Statue der Gottesmutter aus dem Jahr 1470. Sie stellt Maria als Knigin dar, die Jesus auf ihrem Arm trgt. Im Mai wird dieser Ort in der Kirche mit einem Blumenkranz besonders geschmckt. Es ist der Ort, den im Laufe des Tages viele Menschen besuchen, um hier eine Kerze anzuznden und einen Moment in Stille zu verweilen.

Nach biblischem Zeugnis und christlichem Glauben hat sich Maria ganz dem Willen Gottes berantwortet und in Jesus Christus Gottes Sohn zur Welt gebracht. In der katholischen und in den orthodoxen Kirchen gilt sie deshalb als Erste unter den Heiligen. Andachten zu Ehren Mariens im ihr geweihten Monat Mai entstanden in der Barockzeit. Nach Darstellung des Brauchtumskenners Manfred Becker-Huberti fand die erste Maiandacht 1784 in Ferrara statt. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Andachtsform von Italien aus und setzte sich weltweit in der katholischen Kirche durch. 1841 wurde im Kloster der Guten Hirtinnen in Mnchen-Haidhausen die erste Maiandacht auf deutschem Boden gefeiert. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war es in Deutschland blich, dass auch jede katholische Familie im Monat Mai einen „Maialtar” zu Hause aufbaute: eine gern mit Maiglckchen geschmckte Marienfigur, vor der Gebete gesprochen wurden. Mancherorts wird dieser Brauch noch heute gepflegt.    


(Text: Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de)