Konzertberichte

KLANGVOKAL in der Propsteikirche

Das KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund bietet bei seiner achten Auflage vom 13. Mai bis zum 12. Juni 2016 unter dem Motto „grenzenlos“ wieder Top-Künstler und spannende musikalische Entdeckungen aus aller Welt. An zwei Abenden erklang das Festival in der Propsteikirche. 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 22. Mai 2016 | 20.00 UHR | Propsteikirche

Am 22.Mai faszinierte der Jugendkonzertchor der Dortmunder Chorakademie mit einer Romantischen Reise seine Zuhörer in der Propstei.  Das umfangreiche und vielfältige Programm präsentierte eine erlesene Auswahl von Komponisten und Werken (darunter Gerard Bunk, Rudolf Mauersberger, Heinrich von Herzogenberg, aber auch Felix Mendelssohn-Bartholdy, Anton Bruckner, Hugo Wolf u.v.m.). Es verzichtete auf ‚häufig aufgeführte Standardwerke‘ prominenter Komponisten zugunsten selten aufgeführter Kostbarkeiten der Chormusik. Unter der Leitung von Felix Heitmann brachten die ca.60 jungen Stimmen sehr sorgfältig durchgestaltete Musik zu Gehör, überzeugten mit Brillanz und feinster Dynamik. Sie nutzten die architektonischen Besonderheiten der Propsteikirche: kleine Ensembles und der große Chor verteilten sich verschiedentlich durch den Kirchenraum. Sie verstanden mit der hallreichen Akustik umzugehen und ließen sie wirken. Das Publikum war ergriffen. Ein außergewöhnliches Konzert.

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 09. Juni 2016  | 20.00 UHR | Propsteikirche   

 „Wege zu Bach“ – so lautete das Konzert des Ensemble Pygmalion am 9. Juni in der Propsteikirche. Unter der Leitung von Raphael Pichon sangen die 24 SängerInnen bis zu zwölfstimmige Motetten der vorbachschen Ära  (H. L. Hassler, V. Bertolusi, G. Gabrieli) und die „Motetten“ von J. S. Bach.

Dezent begleitete sie das Generalbassensemble: zwei Truhenorgeln, ein Cembalo, Laute, Cello und Kontrabass. Temperamentvoll führte der Dirigent seinen Chor, virtuose Tempi dominierten die Bach-Motetten, die die schönen Stimmen des Ensembles wahrhaft akrobatisch beherrschten. Die hallreiche Akustik der Propstei verband sich angenehm mit den dargebotenen "Vor-Bach"-Werken wie mit der Zugabe „Welt, gute Nacht“ vom Bach-Sohn Joh. Christian Bach. Die brilliant ausgeführten Bach-Motetten zeigten ein herausragendes sängerisches Format, ließen aber die Anpassung an die besondere Akustik dieses Kirchenraumes missen.

weitere Infos:
www.klangvokal.de