Orgel in der Propsteikirche

Unsere Orgel

Die Orgel in der Propsteikirche – der katholischen Stadtkirche Dortmunds – wurde 1988 von der Firma Siegfried Sauer/Höxter erbaut und klanglich disponiert von Prof. Hatto Ständer. Sie entspricht dem klanglichen Ideal ihrer Zeit und wurde als Universalinstrument konzipiert, mit einer Nähe zur französischen Orgelklangtradition. Die 53 klingenden Register verteilen sich auf drei Manuale und Pedal. Das Instrument soll für tägliche Gottesdienste im kleinen Rahmen, Festmessen zu Sonn- und Feiertagen, für regelmäßige Konzerte und als Unterrichtsinstrument immer den passenden Klang bieten: eine große Herausforderung! 

Die Sanierung 

Der Kirchenvorstand hat in Abstimmung mit Dekanatskantor Simon Daubhäußer und den Orgelsachverständigen unserer Diözese beschlossen, die Firma Orgelbau Mühleisen aus Leonberg bei Stuttgart mit einer umfassenden technischen und klanglichen Revision der Orgel zu beauftragen. 

Dazu wird neben einer gründlichen Reinigung jede Pfeife einzeln ausgebaut, gereinigt und wieder eingesetzt. Ein entscheidender Arbeitsgang kommt hinzu: die Neuintonation. Die Klangeigenschaften einer jeden Pfeife werden gemäß ihrer Klangfarbe den speziellen räumlichen Gegebenheiten angepasst. Dies geschieht durch gezielte handwerkliche Eingriffe und Reparaturen sowie durch Austausch von klingendem Material. Dazu wird vorhandenes und neu zu bauendes Pfeifenwerk verwendet. 

Außerdem wird die Orgel um eine bisher fehlende Flöte im Hauptwerk und eine Trompete im Schwellwerk ergänzt. Der bisher bereits vorhandene, aber leer ziehende Registerzug des Glockenspiels wird zum Klingen gebracht. Aufgestockt wird ein Bassregister bestehend aus wenigen, großen Holzpfeifen: ein sog. „Untersatz 32-Fuß“ - quasi ein natürlicher Subwoofer. Dadurch wird die klangliche Basis der großen Orgel entsprechend dem Längenmaß der Propsteikirche ausgebaut. Dem sehr direkten Klang des dynamisch-mechanisch regulierbaren Schwellwerks wird durch eine weitere Jalousie an der Rückseite eine indirektere Möglichkeit der Klanglichkeit geschaffen. 

Wie in allen technischen Bereichen des Lebens, hat es auch im programmierbaren Bereich der Orgel enorme Entwicklungen gegeben. So können wir die bereits computerbasierte Setzeranlage von 1988 (Fa. Heuss) mit 64 Speichermöglichkeiten um ein neues Erzeugnis dieser Firma mit millionenfacher Speicherkapazität aufrüsten. Damit wird den allgemeinen Spielgewohnheiten in Gottesdienst und Konzert Rechnung getragen. 

Ablauf 

Von Mitte Januar an wird die große Orgel nicht mehr spielbar sein. Ein Ersatzinstrument wird uns im Kirchenschiff zur Verfügung stehen. Zu Ostern werden Großteile der reorganisierten Orgel zum ersten Mal wieder im Gottesdienst zu hören sein. Ein feierliches Einweihungskonzert folgt im Frühsommer. In der Zwischenzeit wird es Phasen großer Betriebsamkeit und Lautstärke, aber auch Wochen der Stille geben – je nach Arbeitsabschnitt vor Ort oder in der Werkstatt in Süddeutschland. 

Über den Fortschritt werden wir Sie auf dem Laufenden halten. 

Spenden für die Orgelsanierung können Sie mit den ausgelegten Spendenumschlägen oder auf das Konto der 

Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Dortmund
IBAN: DE72 4404 0037 0320 5697 05 
BIC: COBADEFFXXX 
Konto: 320 569 705
Bankleitzahl 440 400 37 

Eine Spendenquittung wird bei Angabe der Kontaktdaten auf dem Überweisungsträger umgehend zugesandt.

Den Bericht aus den Ruhr-Nachrichten, Dortmund vom 16.01.2015 finden Sie hier

Das Interview mit Radio 91,2 können Sie hier hören.