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10 Jahre Orgelsommer

winkhaus-deign.de, Foto: Jens Stachowitz

10. Orgelsommer

Rckblick

Nachdem die Firma Orgelbau Mhleisen aus Leonberg bei Stuttgart 2015 eine grundlegende Sanierung und Erweiterung der Sauer-Orgel von 1988 fertiggestellt hatte, stand der erste Konzertsommer ins Haus: zuerst noch um 21 Uhr beginnend, passend fr die Schliezeiten der neuen Thier-Galerie, sowie die langen Freitage in der Fugngerzone, spter auf die frhere Stunde nach der Abendmesse wechselnd.

Die Frage nach einer Nische im Kulturkalender der Stadt und den vielen Akteuren im musikalischen Bereich fhrte zum Orgelsommer in den Schulsommerferien.

Bereits durch einige Musikzyklen und die grafische Gestaltung der Spendenaktion bestand die Verbindung zu Angelika Winkhaus, die nun Jahr fr Jahr neue Plakate entwarf. Auftaktgebend war die „Orgelreih/se“ mit Konzerten sortiert nach Lndern, whrenddessen letzte Arbeiten am Instrument fertiggestellt wurden, weshalb Simon Daubhuer im ersten Jahr alle Konzerte in Folge spielte.

Es etablierte sich eine Bildsprache der Plakate, die sommerliche Themen und Reiseziele nah und fern in den Fokus nimmt. Die ursprnglichen Hausfarben der Propsteigemeinde waren blau und orange, wovon der blaue Balken mit Schriftzug erhalten blieb. Arrangierte Fotos von Pfeifen im Blumenbeet, zwischen Obst und aus einem Rucksack am Bach lugend prgten einige Jahr unsere Werbung, die mittlerweile auch als Anzeige im Klangvokal-Programm in tausende Dortmunder Haushalte flattert. Es folgten Kunstwerke des Ruhrgebiets (Bake und Zauberlehrling) abwechselnd mit Urlaubszielen und -aktivitten, wie dem Meerestauchgang und Stadtansichten.

Zu unserer groen Freude, verbunden mit einigen Anstrengungen und Mhen, fanden auch „whrend Corona“ alle Konzerte statt.

Ausblick

Das erste und letzte Konzert spielt der Organist der katholischen Stadtkirche wie immer selbst: in diesem Jahr am 5.7. zusammen mit dem Mnchener Bassisten Florian Dengler, der beliebte und bekannte Arien und Lieder seines Fachs singt. Beim letzten Konzert am 16.8. spielt Simon Daubhuer den Zyklus der „Drei Orgelchorle“ Csar Francks sowie Toccaten der franzsischen Romantik.

Auerdem wird Kirchenmusikdirektorin Hannelore Hft aus Unna am 12.7. ein Programm mit Werken von Bach, Clerambault, Franck, Mendelssohn Bartholdy und anderem spielen. Gefolgt von zwei britischen Gsten: am 19.7. Richard Walker, der die sommerliche Tradition der Promenadenkonzerte in den Propsteihof holt, mit Eingngigem und Seltengehrtem von Parry, Wesley und Stainer; danach wird am 26.7. Simon Johnson die sinfonische Verwandschaft britischer und deutscher Orgeltradition mit Werken von Howells, Stanford und Reubke herausstellen.

Der Arnstdter Konrad Schfer wird am 2.8. unter dem Motto „Farben von Tanz und Gebet“ drei Psalmzitate (114.7, 27.7, 150.1) ausdeuten: zuerst barock, dann klassisch-romantisch mit Werken von Buxtehude, Bach, Dubois, Guilmant und Schmidt.

Bert den Hertog aus Den Haag ffnet am 9.8. Herz und Ohr mit Bachs Toccata, Adagio und Fuge in C, um danach Widor und Dubois mit meditativen Stzen folgen zu lassen, die in eine zeitgenssisch niederlndische Komposition von Monnikedamm mnden; abschlieend erklingen mehrere Stze aus den provenzalischen Spaziergngen von Eugne Reuchsel.

winkhaus-design, Foto: Jens Stachowitz