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18. Dortmunder DEW21-Museumsnacht

Die Museumsnacht mit beeindruckenden Bildern in der Propsteikirche

In diesem Jahr beschränkte sich das Programm der Museumsnacht in der Propsteikirche auf die abendlichen Konzerte. Die waren aber absolut sehens- und hörenswert. 

 

 

Organist David Krusche Dass auch in der Musik Hören und Sehen eng beieinander liegen, stellte David Krusche mit seinem Orgelkonzert schon gleich am Anfang unter Beweis. Sein Programm stand unter dem Motto "Für Ohren, die auch sehen". Während die Kunst in der Kirche normalerweise dazu anregt, gerade bei ruhiger Musik betrachtet zu werden, ging David Krusche diesmal den anderen Weg: die Musik sollte Bilder im Kopf entstehen lassen. Viele Komponisten lassen sich von Bildern auf der Leinwand oder von Kirchenfenstern inspirieren und komponieren entsprechende Stücke dazu. Wie z.B. Pam Wedgwood das Stück „Junge spanische Frau mit einer Gitarre“ zu dem Gemälde von Auguste Renoir oder das Stück „Am Meer“ zu dem Gemälde von Paul Gauguin. 

Die Zuhörer wurden eine halbe Stunde lang zu Hör-Betrachtungen eingeladen. Nach dem Motto: „Die Schönheit liegt im Auge – und eben wohl auch im Ohr – des Betrachters. 

Wer hätte gedacht, dass Musik solche Bilder erzeugen kann! 

Duo Aciano Das anschließende Konzert vom Duo Aciano, bestehend aus den Dortmunder Künstlerinnen Freya Deiting (Violine) und Sandra Wilhelms (Gitarre), die erstmals in der Propsteikirche auftraten, überraschte mit einem breiten Spektrum von Musikrichtungen. Zunächst fing das Programm mit typischen Klängen der beiden Instrumente an. Gespielt wurde das Duo für Violine und Gitarre Opus 61,3 von Francesco Molino und der Danza Espagnola „Andaluza“ von Enrique Granados. Dann aber zeigte das Duo, wie vielsaitig Gitarren und Violinenmusik sein kann: denn im Weiteren stand ein Chancon von Edith Piaf (La Foule) genauso auf dem Programm wie das Pop-Stück "Hijo de la Luna" oder die Ballade „Wake me up when September ends“, die von der Punkrockgruppe Greenday bekannt ist. Wer hätte gedacht, dass dieses Stück mit Violine und Gitarre ebenso gut gespielt werden kann? Das Publikum in der gut besetzten Kirche dankte den beiden Dortmunder Künstlerinnen mit beigeistertem Applaus, der mit einem letzten Tanz auf den 10 Saiten bei dem Stück "Tico-Tico" von Zequinha de Abreu belohnt wurde. 

 

Liv Hansen Bereits zum fünften Mal, gab Liv Hansen das letzte Konzert des Abends in der Propsteikirche. „Mit Engelszungen reden“ war ihr Harfenkonzert in diesem Jahr überschrieben. Das dies zur guten Tradition geworden ist, zeigten die 200 Besucher, die dazu in die Kirche kamen. Die Schülerin an der Folkwang Universität Essen hatte für ihr Konzert neben klassischen Stücken von Händel (Konzert für Harfe in B-Dur, 1. Andante Allegro) und Carl Philipp Emanuel Bach (Sonate für Harfe in G-Dur, 1. Adagio un poco) auch moderne Stücke von Marcel Tournier (Prélude und Danseuse a la Fontain d'Ain Drahan) und Paul Hindemith (Sonate für Harfe, 3. Lied) im Programm. Natürlich gab es auch von Liv Hansen eine Zugabe und wie immer bildete sich nach dem Konzert eine Traube von Besuchern um die Künstlerin, die sich auch in diesem Jahr wieder Zeit für alle Fragen und Wünsche nahm.  

 

 

Einen Rückblick auf das ganze Programm der 18. DEW21-Museumsnacht finden Sie hier.